Podologie – Info


Wie unterscheiden sich die einzelnen Fußpflege Ausbildungen?

 

Fußpflege Definition

Die Fußpflege ist eine Behandlung, in der Zehennägel gekürzt und Hornhaut an den Füßen entfernt werden. Die Fußpflege wird auch Pediküre (vom lateinischen pes, pedis = der Fuß) genannt. Das Gegenstück für die Handpflege ist die Maniküre. Die Pediküre und die Maniküre treten fast immer in Verbindung auf.

 

Fußpflege Unterschiede

In der Fußpflege unterscheiden wir 3 Arten:

– die kosmetische Fußpflege

– die Fußpflege im med Sinne

– die podologische Behandlung

 

kosmetische Fußpflege

Bei der kosmetischen Fußpflege ist die Ausübung von pflegerischen und dekorativen Maßnahmen am gesunden Fuß gemeint. Eben alles was zum Verschönern dient. Dazu zählen Nägel schneiden und feilen, Nagelhaut sanft zurückschieben, lackieren, cremen und massieren. Nicht erlaubt ist das Entfernen und Behandeln von Hühneraugen, Druckstellen, eingewachsene oder verdickte Nägel.

 

Fußpflege im medizinischen Sinne

In der Fußpflege im med. Sinne sind neben dem Schneiden und Feilen der Zehen-nägel, dem sanften Entfernen der abgestorbenen Nagelhaut auch die Entfernung von Hornhaut, Druckstellen und Hühneraugen erlaubt. Es darf auf keinen Fall an entzündlichen oder eiternden Stellen gearbeitet werden Es ist alles das erlaubt, was zur Prophylaxe dient und keinen gesundheitlichen Schaden anrichtet. Es dürfen keine erkrankten Füße gepflegt werden, das heißt bei Fußerkrankungen und Diabetikern immer zum Podologen verweisen.

 

podologische Behandlung

Die podologische Behandlung wird auch med. Fußpflege genannt. Die Grenze zwischen der Fußpflege in med. Sinne und medizinischer Fußpflege wird dort gezogen, wo eine heilkundliche Tätigkeit beginnt.

Medizinische Fußpflege (Podologie) beinhaltet die präventive, therapeutische und rehabilitative Behandlung am gesunden, von Schädigungen bedrohten und sowie bereits am geschädigten Fuß. Podologen arbeiten medizinisch.

Für Diabetiker und Rheumapatienten ist die podologische Fußpflege medizinisch sehr wichtig. In diesem Fall und oft auch bei älteren Patienten, übernimmt die Krankenkasse die Kosten der Podologischen Komplexbehandlung. Leider lohnt sich die 2 jährige Ausbildung als Zusatzausbildung für bereits Fußpfleger in med. Sinne betriebswirtschaftlich kaum.

Zu den weiteren Maßnahmen in der Podologie zählt bei eingewachsenen Nägeln die Nagelkorrektur durch die Spangentechnik. Hier kommen die BS-Spange, die Goldspange oder die Fraser-Spange je nach Schweregrad zum Einsatz. Die Nagelprothetik hilft defekte und unschöne Nagelplatten optisch wieder herzustellen. Die Orthosenbehandlung verhindert den Druck und das ständige Reiben an der Haut und wird direkt für den Fuß angepasst.

Der Podologe verwendet bei seiner Fußpflege zusätzlich Produkte zur Linderung oder Beseitigung von Fußbeschwerden und Erkrankungen, wie Hühneraugenmittel, Fußpilzmittel und Nagelfalztinkturen.

 

Fußpflege Ausbildungen

Die Ausbildung zum (kosmetischen) Fußpfleger wird seit Jahrzehnten in vielfältiger Form (meist Kurse) mit schwankendem Umfang und Inhalten angeboten. Gesetzlich geregelt ist lediglich die Ausbildung von Podologen. Sie arbeiten medizinisch und sind gründlicher (2 Jahre) ausgebildet. Krankenkassen tragen strikt nur noch podologische Leistungen, zum Beispiel für Diabetiker. Betriebswirtschaftlich lohnt die aufwendige Zusatzausbildung kaum.

Die kosmetischen Fußpflege findet vorwiegend in Kosmetikstudios ihren Kundenstamm.

Wer sich jedoch Podologe oder Podologin (med. Fußpfleger/in) nennen möchte, muss sich einer langjährigen Ausbildung unterziehen und die Erlaubnis durch eine Prüfung bei der zuständigen Behörde einholen. Wer ordnungswidrig arbeitet, muss mit einem Bußgeld bis zu 2.500 Euro rechnen.

Weiterführende Informationen findet man z.B. bei Wikipedia Fußpflege oder zur Podologie unter Podologengesetz.

 

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